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Markenartikelindustrie erlebt leichten Aufschwung


6. September 2006

LZ|NET/dpa-AFX/tib. Markenartikel erfreuen sich in Deutschland wieder größerer Beliebtheit. Seit 2003 registrieren die Hersteller dieser Produkte einen leichten Aufschwung, wie eine in Frankfurt vorgelegte Studie der Unternehmensberatung McKinsey ergab. Die Umsätze seien seitdem um 3,5 Prozent auf 361 Mrd. Euro im Jahr 2005 gestiegen

"Gründe für die positive Entwicklung sind eine sinkende Preisfixierung sowie die zunehmende Bereitschaft von Verbrauchern, für Leistung und Qualität wieder mehr zu bezahlen", sagte Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbands.

Der Preis sei nicht mehr länger dominierender Kauffaktor für den Kunden, so Falke. Er verwies auf eine Umfrage von Markenverband und McKinsey unter den rund 400 Mitgliedern des Verbands. Darin gibt nur noch jedes sechste Unternehmen an, dass der Preis im Mittelpunkt stehe. Vor zwei Jahren war es noch mehr als jedes dritte.

Konkurrenz durch Discounter

Trotz des positiven Trends stehe die Markenartikelbranche weiterhin vor großen Herausforderungen, sagte McKinsey-Experte Thomas Tochtermann. "Denn auch die Discounter haben ihre Geschäftsmodelle den veränderten Kundenerwartungen angepasst." Das Umsatzwachstum der Markenartikelindustrie fiel nach Berechnungen der Unternehmensberatung zwischen 2003 und 2005 schwächer aus als das im gesamten verarbeitenden Gewerbe.

Angesichts der Konkurrenz durch neue Handelsmarken setzen der Studie zufolge 85 Prozent der Mitglieder des Markenverbands auf Innovationen. Im Durchschnitt seien 2005 4,3 Prozent der Umsätze in Forschung und Entwicklung geflossen.

Trotz der hohen Ausgaben sei aber nur jedes vierte neue Produkt am Markt erfolgreich, sagte Tochtermann. "Drei von vier Neueinführungen scheitern bereits innerhalb eines Jahres." Notwendig sei es daher, die Effektivität der eigenen Werbe- und PR-Aktionen besser zu kontrollieren.