Wie jedes Jahr ist es im Frühling soweit, dass Spargel-Fans auf ihre Kosten kommen: Im Gegensatz zu den weißen oder grünen Stangen gibt es bei der edlen Beilage eine weit größere Bandbreite an Variationen. So entwickelte mit der Zeit nicht nur die deutsche Fleischerzunft ihre Spezialitäten, die von Region zu Region immer wieder anders ausfallen, auch die Nachbarn im Westen und Süden setzen beim Schinken kulinarische Akzente.
Wer wegen der geringeren Kalorienzahl nach Kochschinken fragt, hat die Wahl zwischen „Le Jamby“aus der Provence von Aoste (129 kcal / 100 g), gegartem Kräuterschinken „Montanara“ aus Südtirol, Trüffel-Kochschinken aus Umbrien, katalanischem Hinterkochschinken aus Spanien oder mit Spargelspitzen verfeinertem Kochschinken. Die Herstellungsweise ist jeweils unterschiedlich, Traditionen und regionale Gewürze spielen hier eine Rolle.
Dies gilt besonders für den Südtiroler Merano Speck, der zahlreiche Herstellungsmethoden auf einzigartige Weise miteinander verknüpft. So ergab sich durch Würzen und Pökeln, leichte Räucherung und anschließende Lufttrocknung der ganzen Schweinehälfte ein Produkt mit besonders ausgewogenem Geschmack. Viel Zeit, wenig Rauch und wenig Salz verleihen ihm seinen milden Charakter.
Mit wenig Fett wartet auch der „Virginia Schinken“ auf, der aus dem zarten Muskelfleisch der Oberschale hergestellt wird. Das aus Virginia stammende Rezept umfaßt die besondere Würzung nach der mindestens achtwöchigen Reifezeit ebenso wie die schonende Räucherung über Buchenholz und Wacholder.
Für Feinschmecker, die eine kräftigere Note bevorzugen, gilt Wildschweinschinken aus Umbrien als Geheimtipp. Gewürze aus Beeren und Pflanzen der Toskana prägen diese Spezialität. Durch die entsprechende Präsentation der europäischen Schinken-Variationen kann nicht nur die Spargelsaison gefeiert, sondern auch schon die Vorfreude auf den Urlaub in Kaufimpulse umgesetzt werden.
Lesen Sie hierzu auch „Kulinarische Ausflugstipps für eine Schinkenreise“
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